Transidentität (auch Transsexualität oder Transsexualismus) ist eine Form der Geschlechtsidentitätsstörung. Sie liegt dann vor, wenn ein Mensch körperlich entweder dem männlichen oder dem weiblichen Geschlecht angehört, sich jedoch als Angehöriger des anderen Geschlechts empfindet und danach strebt, sich auch körperlich diesem Geschlecht möglichst anzunähern. Dabei ist umstritten, ob Transidentität tatsächlich als Krankheit anzusehen ist oder vielmehr als eine weitere Variante zu den herkömmlichen Geschlechtsformen.
Menschen, die physisch weiblich sind, aber ein männliches Identitätsgeschlecht haben, werden in der Regel als Frau-zu-Mann-Transsexuelle oder Transmänner bezeichnet. Menschen, die physisch männlich sind, aber ein weibliches Identitätsgeschlecht haben, bezeichnet man entsprechend als Mann-zu-Frau-Transsexuelle oder Transfrauen. Transsexuelle Menschen mit medizinischer und / oder juristischer Geschlechtsanpassung bezeichnen sich oft nicht mehr als transsexuell, sondern einfach nur als Mann bzw. Frau.
Gerade das Wort Transsexualität vermittelt den Eindruck, es handle sich dabei um eine sexuelle Spielart. Es lässt im unbedarften Mitmenschen die Vorstellung aufkommen, der bzw. die Betroffene fände mit der "Lust auf das andere Geschlecht" eine sexuelle Alternative, lebe damit eine "Perversion" aus. Diese Betrachtungsweise vermittelt jedoch ein vollkommen falsches Bild und führt zu den allgemein bekannten Missverständnissen.
Transsexuelle Menschen tragen die Kleidung ihres Wunschgeschlechtes nicht, um sich einen erotischen "Kick" zu verschaffen. Auch nicht um damit Aufmerksamkeit zu erregen oder eine Show zu machen wie es in der künstlerischen Form, der Travestie der Fall ist. Sie tragen die Kleidung ihres Wunschgeschlechtes wie jede/r Angehörige des entsprechenden biologischen Geschlechtes auch.
Die Betroffenen sind weder Schwule noch Lesben, die mit der Transsexualität ihre Neigung zur Homosexualität verschleiern wollen – und auch nicht dürfen, dies wäre ein Ausschlussgrund von weiteren Behandlungen.
Transsexuelle haben, oft von der Kindheit an, das starke Gefühl im falschen Geschlecht geboren zu sein. Es besteht der Wunsch, als Angehöriger des anderen anatomischen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden. Dieser geht meist mit dem Gefühl des Unbehagens oder der Nichtzugehörigkeit zum eigenen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach hormoneller und chirurgischer Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.





