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23. November 2019

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Mit großer Bestürzung hat Trans-Ident e.V. vom Dekret der russischen Regierung erfahren, durch das Transgendern und Transsexuellen künftig keine Fahrerlaubnis mehr erteilt werden soll. Die Begründung hierfür ist, dass es sich, insbesondere bei Transsexualität, um eine psychische Störung oder gar eine Erkrankung handle.

Diese Sichtweise der russischen Regierung entbehrt jedoch jeglicher Grundlagen und widerspricht allen aktuellen Forschungsergebnissen. Schon von Anbeginn an setzt sich Trans-Ident e.V. zusammen mit anderen Organisationen und Verbänden für die Entpathologisierung der Transsexualität ein. Die ICD-11, der durch die WHO herausgegebene und aktuell in der Revisionsphase befindliche neue internationale Klassifikationskatalog für Krankheiten trägt diesen aktuellen Erkenntnissen voll und ganz Rechnung, denn ein Krankheitsbild "Transsexualität" wird darin nicht mehr beschrieben. Die aktuelle Entwicklung in Russland basiert ganz offenbar auf völlig veralteten und wissenschaftlich nicht mehr haltbaren Annahmen.

Trans-Ident e.V. fordert die russische Regierung auf, die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Entwicklungen zur Kenntnis zu nehmen und ihre oben genannte Entscheidung auf dieser Basis zurückzunehmen. Zudem fordern wir die deutsche Politik dazu auf, bei der russischen Regierung auf eine sofortige Rücknahme dieses Dekrets hinzuwirken. Dekrete wie dieses sind diskriminierend und verstoßen gegen allgemein anerkannte Grund- und Menschenrechte.

 

Sandra Wißgott

 

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